Respekt gGmhbH

Konzept zum Umgang mit Kindeswohlgefährdungen oder deren Annahme

Einleitung


Aufgrund der Wahrnehmung der eigenen Garantenstellung als freier Träger der Jugendhilfe wird ein Konzept zum Umgang mit bekannt werdenden Kindeswohlgefährdungen oder deren Annahme nötig. In diesem Konzept geht es um die Hilfestellung für die Beschäftigten im Umgang mit der Situation und daraus folgend, wird durch die gewonnene Transparenz der Kinderschutz gestärkt, da effizienter und schneller die notwendigen Schritte zum Erhalt des Kindeswohls ergriffen werden können.

Handlungsabläufe bei Annahme oder Erkennen einer Kindeswohlgefährdung


Bei Annahme oder Erkennen der Kindeswohlgefährdung wird die Bestätigung, bzw. Bewertung im Team angestrebt. Diese Bewertung hat innerhalb 72 Stunden zu erfolgen und wird mittels formlosen Gesprächsprotokolls dokumentiert.
Bei Falsifizierung wird ein Auftrag zur weiteren Beobachtung an die betreuende Fachkraft erteilt, bzw. ein Ziel im Hilfeplan formuliert.
Bei Verifizierung erfolgt innerhalb 12 Stunden die Information über das Erkennen einer Kindeswohlgefährdung an die Eltern/Sorgeberechtigten, sowie den zuständigen öffentlichen Träger der Jugendhilfe, was mittels formloser Gesprächsnotiz zu dokumentieren ist. Bei Aufforderung zur Durchführung eines Clearing-Gesprächs mit den Eltern/Sorgeberechtigten durch den fallzuständigen Sozialarbeiter, welches innerhalb 72 Stunden zu erfolgen hat, wird das Herstellen von Hilfe- und Problemakzeptanz, sowie Problemkongruenz angestrebt.
Bei Einvernehmen werden die Ziele im Hilfeplan angepasst.
Bei Dissens ergeht eine Meldung an den fallzuständigen Sozialarbeiter, sowie das Familiengericht, was mittels formloser Aktennotiz/Kopie des Anschreibens zu dokumentieren ist.
Bei Gefahr im Verzug ist innerhalb 1 Stunde die Information an die Einrichtungsleitung und den zuständigen öffentlichen Träger der Jugendhilfe abzusetzen, sowie die Sicherstellung des Jugendlichen in der Einrichtung durchzuführen. Bei Gefährdung innerhalb der Einrichtung ist der Jugendliche in die Obhut des Kinder- und Jugendnotdienstes der Stadt Brandenburg an der Havel zu bringen.
Sollte die Information an die Eltern/Sorgeberechtigten zweckhinderlich sein, so ist diese erst nach Absprache und Bestätigung durch den fallzuständigen Sozialarbeiter des Jugendamtes abzusetzen.

Gefährdung durch einen Mitarbeiter der Respekt gGmbH


Bei Gefährdung eines Jugendlichen durch einen Mitarbeiter der Einrichtung ist hierzu innerhalb 1 Stunde die Einrichtungsleitung zu informieren.
Bei Bekanntwerden unternimmt die Leitung eine unverzügliche Suspendierung des Mitarbeiters. Diese kann bei Falsifizierung aufgehoben werden. Bei Verifizierung ist die weitere Beschäftigung der Vereinbarung zum Kinderschutz mit dem öffentlichen Träger der Jugendhilfe und dem geltenden Recht unterzuordnen.

Verantwortung und Fallzuständigkeit


Die Verantwortung für die Durchführung für diesen Ablauf liegt bei der Einrichtungsleitung, bzw. bei der dafür von der Leitung benannten Person. Die Fallzuständigkeit bleibt weiterhin bei der Fachkraft.